Padel Talk mit Hakan Yakin
Blog / 06.08.2026

Padel Talk mit Hakan Yakin
 

Der Padel-Boom hat die Schweiz erreicht – und Hakan Yakin ist mittendrin. Der ehemalige Schweizer Nationalspieler und Mitinhaber der Yakin Arena spricht über die rasante Entwicklung der Trendsportart, die gemeinsame Vision mit seinem Bruder Murat Yakin, Cheftrainer der Schweizer Fussballnationalmannschaft, und den geplanten Umbau der Anlage zu einer reinen Padel-Destination.

 

Was hat dich und deinen Bruder dazu inspiriert, die Yakin Arena zu gründen, und welche Vision stand ursprünglich hinter der Anlage?

Hakan: Wir wollten einen Treffpunkt schaffen und nicht einfach nur Sportplätze vermieten. Unser Ziel war es, eine moderne Begegnungszone zu erschaffen, in der Profis, Hobbyspieler, Familien und Firmengruppen zusammenkommen, gemeinsam Sport treiben und danach im Restaurant die Geselligkeit geniessen. Ausserdem wollten wir den Padel-Sport in der Schweiz vorantreiben. Deshalb war es unser Ziel, eine erstklassige Plattform mit Top-Infrastruktur zu schaffen und die Begeisterung, die wir selbst für Padel spüren, an möglichst viele Menschen weiterzugeben.

 

Als ehemaliger Profifussballer, was hat dich persönlich am Padel begeistert, und was macht diesen Sport im Vergleich zu anderen Sportarten so besonders?

Hakan: Der Teamgedanke spielt beim Padel eine zentrale Rolle. Man spielt immer zu viert auf engem Raum, was extrem viel Kommunikation, blindes Verständnis und taktische Absprache mit dem Partner erfordert – genau wie auf dem Fussballplatz. Ein weiterer Grund sind die schnellen Erfolgserlebnisse. Padel hat eine sehr flache Lernkurve: Man versteht das Spiel schnell, hat sofort lange Ballwechsel und unglaublich viel Spass, selbst wenn man kein Tennisprofi ist.

 

«Es gibt kaum eine Sportart, die so generationenübergreifend funktioniert. Bei uns spielen am späten Nachmittag Junioren oder Firmengruppen, und direkt daneben stehen Senioren auf dem Platz. Padel bringt unglaublich unterschiedliche Menschen zusammen.» 

Hakan Yakin, Co-owner Yakin Arena

 

Wie hat sich die Nachfrage nach Padel seit der Eröffnung der Yakin Arena entwickelt? Welche Entwicklungen haben dich besonders überrascht?

Hakan: Besonders beeindruckt hat uns die riesige Vielfalt der Spieler. Es gibt kaum eine Sportart, die so generationenübergreifend funktioniert. Bei uns spielen am späten Nachmittag Junioren oder Firmengruppen, und direkt daneben stehen Senioren auf dem Platz. Padel bringt unglaublich unterschiedliche Menschen zusammen. Positiv überrascht hat uns auch der enorme Boom im Firmen- und Eventbereich. Immer mehr Unternehmen entdecken Padel für ihre Teamevents, Weihnachtsfeiern oder Kundenanlässe. Die Kombination aus Sport und der anschliessenden Geselligkeit in unserem Restaurant «La Qualità» wird extrem stark nachgefragt.

 

Ihr plant derzeit einen umfassenden Umbau der Anlage. Was hat euch zum Umbau bewegt und worauf legt ihr den Fokus?

Hakan: Mit dem Umbau setzen wir konsequent auf Spezialisierung. Indem wir andere Sportflächen – wie aktuell den Fussballplatz – umgestalten, schaffen wir Platz für neue, hochmoderne Padel-Courts. So können wir uns zu 100 Prozent auf das konzentrieren, was wir am besten können und wo die Nachfrage am grössten ist. Gleichzeitig investieren wir in eine Infrastruktur auf Top-Niveau. Der Padel-Sport entwickelt sich auch technologisch weiter, weshalb wir mit dem Umbau auf modernste Court-Installationen, eine optimierte Akustik, besseres Licht und ein noch professionelleres Umfeld für unsere Spieler setzen.

 

Was muss aus eurer Sicht passieren, damit sich Padel in den kommenden Jahren zu einer der beliebtesten Breitensportarten der Schweiz entwickelt?

Hakan: Der Ausbau der Infrastruktur ist ein wichtiger Schritt für die Weiterentwicklung des Padel-Sports in der Schweiz. Es braucht schweizweit mehr ganzjährig bespielbare Indoor-Anlagen, damit die Community wetterunabhängig wachsen kann. Ebenso wichtig ist eine gezielte Nachwuchsförderung. Wir müssen den Sport in die Schulen und Tennisclubs bringen, um Kinder und Jugendliche früh für Padel zu begeistern.

 

Padel entwickelt sich zunehmend auch zu einer Plattform für Networking und den Aufbau von Beziehungen. Welche Rolle spielen aus eurer Sicht Unternehmenspartner wie die Incore Bank dabei, solche Möglichkeiten zu schaffen?

Hakan: Beziehungspflege abseits des Büros ist ein grosser Mehrwert solcher Partnerschaften. Wie die Incore Bank mit dem Incore Padel Cup eindrucksvoll zeigt, schafft Sport Begegnungen auf Augenhöhe. Auf dem Court treten klassische Hierarchien in den Hintergrund. In einer dynamischen und ungezwungenen Atmosphäre entstehen Begegnungen auf Augenhöhe, bei denen potenzielle Geschäftspartner, Kunden und Branchenkollegen auf eine persönliche und authentische Weise kennengelernt werden.

Unternehmen und Sport verbindet weit mehr als der Wettbewerbsgeist – sie teilen zentrale Werte wie Teamgeist, Dynamik, Präzision und den Anspruch, gemeinsam Spitzenleistungen zu erreichen. Diese gemeinsamen Prinzipien bilden das Fundament für nachhaltigen Erfolg – auf dem Spielfeld ebenso wie im Geschäftsalltag. Wenn eine namhafte Transaktions- und Techbank wie Incore Bank den Padel-Sport als Plattform nutzt, verleiht das der gesamten Community zusätzliche Glaubwürdigkeit und Professionalität.

 

Welcher Irrglaube über Padel hält sich besonders hartnäckig – bis man den Sport selbst ausprobiert?

Hakan: Padel ist ein extrem intensives Workout. Auch wenn der Platz kleiner ist als beim Tennis, bleibt der Ball durch die Glaswände permanent im Spiel. Es gibt kaum Pausen, man sprintet, stoppt ab, springt und ist somit ständig in Bewegung. Nach 60 Minuten ist man komplett durchgeschwitzt. Ausserdem braucht es viel mehr Köpfchen, als viele denken. Im Tennis kann man Punkte oft durch reine Schlagkraft erzielen. 

Beim Padel entscheidet jedoch nicht die reine Schlagkraft über den Erfolg. Da der Ball von den Glaswänden ins Spiel zurückkommt, sind vielmehr taktisches Geschick, Geduld, ein gutes Gespür für Winkel sowie kluges Stellungsspiel gefragt.

Unterschätzt wird auch die koordinative Herausforderung. Das Spiel mit den Glaswänden erfordert anfangs ein Umdenken: Statt den Ball sofort zu spielen, muss man lernen, ihn zunächst passieren zu lassen und erst nach dem Abprall kontrolliert zurückzuschlagen. Gerade dieses Zusammenspiel macht den besonderen Reiz und die taktische Tiefe des Sports aus.


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